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Läufe

Hier gibt´s Infos zu den Läufen, an denen ich teilnehme

Privatpacer Berlin Marathon 2018

Zusammen ists doch am schönsten – oder: Warum ich die Gemeinschaft der Bestzeit immer vorziehen würde.

Wahnsinn jetzt ists schon über zwei Wochen her… Berlin ist immer besonders. Ich mag diese Stadt brutal gern und nachdem ich auch Stadtmarathons mit guter Stimmung superklasse finde, ists nur die logische Konsequenz, dass Berlin im September immer eine Reise wert ist. Auch wenn ich ursprünglich mal keinen Marathon doppelt machen wollte, stand ich dieses Jahr das dritte Mal an der Startlinie – mit über 45.000 anderen – verrückt eigentlich.

Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr geselliger Typ bin was den Sport angeht. Vor nem Jahr war ja schon raus, das einige von unserem kleinen Verein ihren ersten Marathon machen in Berlin werden – darunter meine Freundin.

Für mich war selbstverständlich, dass ich mit ihr den ersten Marathon laufen werde, ganz gleich wie schnell der wird. Im Laufe des Jahres hat sich dann ein kleines 3-Köpfiges Trüppchen herauskristallisiert, dass in etwa das gleiche Tempo machen kann. Die Idee war also geboren, dass ich für die drei den Pacer mache und Laura, Markus und Jürgen durch ihren ersten Marathon begleite.

Als eigener Erfahrung weiß ich, wie hilfreich das sein kann, wenn man den ersten nicht alleine bestreiten muss. Anja hat mich durch den ersten begleitet – naja ok geprügelt 😀 – und gemäß dieser Tradition hab ich schon einige ins Ziel begleitet. Aber gleich drei zusammen bei der Masse an Menschen? Bisschen mulmig war mir schon – da trägst ja auch ein gehöriges Stück Verantwortung…. der erste ist der intensivste – und der ist ein Stück weit entscheidend, ob du noch nen zweiten machst – also so seh ich’s zumindest.

Es galt also in den Monaten vorher nicht nur meine Anspannung etwas abzubauen, indem wir idealerweise zusammen ne halbwegs ordentliche Vorbereitung hinbekommen – nur so kann ich ein Gefühl für die kleine Gruppe bekommen. Das war mir schon wichtig für den Marathon.

Alle Marathonis unter euch wissen das: am Ende schafft man meist nicht das, was man eigentlich vor hatte.

Das gleiche halt bei uns 😂🙈

Keine Einheit über dreißig, aber zumindest eine sehr gute Handvoll 25er. Nach den 12 Wochen Vorbereitung hatte ich das Gefühl, dass wir das auf jeden Fall schaffen – wenn auch nicht in einer megaschnellen Zeit – aber wir waren uns ohnehin einig, das wir möglichst zusammen nur sauber durchkommen wollten.

Das Wochenende in Berlin war wie immer, wenn wir zusammen unterwegs sind: super entspannt. Am Freitag gemütlich runtergefahren – gechillt essen gegangen. Am Samstag morgen durfte natürlich unser Morgenrun nicht fehlen. Ich hab frühstück sausen lassen und bin noch zum Runnerspoint am Kuhdamm zu meiner gewonnenen „Mental und Stretching-Session“. Die hat sich zum Nachhinein als hardcore BlckRoll-Session herausgestellt – net sooooo optimal einen Tag vorm Marathon, aber egal 😉

Danach gleich weiter Richtung Marathonmesse. Die Abwicklung war auch dieses Jahr sehr entspannt und wir sind alle gut und ohne groß zu warten an unsere Unterlagen gekommen.

Ein Teil ist dann zurück ins Hotel zum Chillen. Ich bin mit Laura auch nochmal los zum Kuhdamm.

Wir waren am Samstag Abend dann alleszusammen noch gemütlich essen. ein Tisch für 23! – jaaaa so viele waren wir inkl. Supporter!!! – war gar nicht sooo einfach, aber war supertoll! Danach: echt früh ins Bett!

Bisschen Anspannung war gerade bei den Neulingen schon zu spüren.

Und dann war’s endlich Sonntag Morgen! Ganz entspannt gefrühstückt und dann Richtung Start geschlendert.

Ich hab mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, wie ich die drei in der Masse nicht verliere, deswegen haben wir ausgemacht, dass wir uns 100 Meter nach jeder Verpflegung links am Straßenrand treffen – goldrichtige Taktik, wie sich an der ersten Verpflegung schon rausgestellt hat: Ich hab mir nur ein einziges Mal kurz umgedreht und zack, weg waren die drei 😀 Dank der Treffpunkte hatten wir uns aber immer echt schnell beisammen.

Ich war mir aufgrund der Vorbereitung recht sicher, dass wir 30km locker zusammen laufen können. Fraglich war es, wie es danach aussieht.

Bis 35 km war eigentlich wirklich alles gut, ab dem Zeitpunkt aber hat man schon gemerkt, dass zwei meiner Schäfchen noch ein bisschen Puffer hatten. Schweren Herzens haben wir uns dann bei KM 37 entschieden, dass wir drei uns absetzen und es laufen lassen. Das war für als wirklich ok, sonst wären wir auch zusammen geblieben.

Alle sind am Ende supergut ins Ziel gekommen! Grad Laura so fit und frisch auf der Strecke zu sehen, hat sich unglaublich gut angefühlt.

Alle drei hatten so einen schönen ersten Marathon und ich bin froh, dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen konnte – war ein tolles Gemeinschaftserlebnis 😍

Mal sehen welcher als nächster auf dem Programm steht 😉

Ich hoffe eure Saison war ähnlich gespickt mit Highlights 😍

Habt nen schönen Saisonendspurt!

Euer FeelGood-Flo

Abenteuer Langdistanz

Das war sie also, meine erste Langdistanz. So langsam sackt alles ein bisschen und ich realisiere was da am Sonntag alles passiert ist, aber so richtig begreifen kann ich´s trotzdem noch nicht.

Wo fang ich an, wo hör ich auf zu erzählen?

Der Traum mal ne Langdistanz zu machen, der existierte schon lange. Die körperliche Herausforderung ist aber ne Nummer, an die ich mich lange nicht rangetraut hab.

Ich kannte vor ein paar Jahren nur wenige, die das in Angriff genommen haben und die waren so verbissen bei der Sache, dass ich es mir einfach nicht vorstellen konnte.

Ernährungsumstellung, Trainingsplan etc. das war für mich undenkbar. Das ging soweit, dass man beim Essen im Hotel die Panade vom Fisch gepopelt hat, oder beim Bierkönig nen Ingwer-Tee bestellt hat! wtf?
Wenn das nötig ist, um ne Langdistanz zu machen, bin ich raus – das hab ich vor drei Jahren schon gesagt.

Dann hab ich aber auch die anderen kennen gelernt, die ganz normal ohne große Sperenzchen das Projekt Langdistanz in Angriff genommen und erfolgreich zu Ende gebracht haben. Und das war der Auslöser auch ein bisschen dran zu glauben.

In dem Zug muss ich mich gleich mal bei drei Leuten bedanken: Bei Achim (der mir den spannenden Sport Triathlon nähergebracht hat) und bei Mario und Olli. Ohne euch wär ich nicht gestartet. Manche von euch wissen ja, dass ich vor 3 Jahren in Roth den Staffel-Radpart abbrechen musste. Wenn mir Mario und Olli am Tag drauf nicht noch nen Stück Finishline-Teppich aus Roth mitgebracht hätten – und der liegt jetzt noch im Wohnzimmer – dann hätte ich Roth vermutlich für immer abgehakt. So kams aber zum Glück anders.

Eins war klar, wenn Langdistanz, dann Roth – logisch als Franke: Heimspiel! Jetzt ists aber so, dass die Tickets da recht schnell vergriffen sind. Um sicher starten zu können, stellt man sich am besten am Folgetag der Challenge in die Schlange und holt sich nen Startplatz. Vor nem Jahr konnte ich nicht, daher bin ich Mario und vor allem Romi unendlich dankbar, dass sie sich für mich in die Schlange gestellt haben! Ohne euch, wär ich am Sonntag nur Zuschauer gewesen.

Der Startplatz war also save, als nächstes gings an die Vorbereitung.

Immer das abschreckende Fischpanade-Beispiel vor Augen, hab ich mir eigentlich vorgenommen, dass die ganze Vorbereitung für mich ins ganz normale Leben passen muss. Alles andere kam für mich nicht in Frage. Auch wenn selbstredend das Ergebnis nicht so gut sein sollte. Das war eh nicht mein Ziel. Mein Ziel war es einmal im Leben ne Langdistanz zu finishen.

Ich hab also gar nicht sooo viel anders gemacht, als die letzten Jahre, nur einfach ein bisschen mehr. Ein fettes Danke geht an meine Freundin Laura. Selbst wenn sich die Vorbereitung super ins normale Leben integriert war, war sie mega entspannt und hat mich uneingeschränkt unterstützt! Sogar in den Club La Santa ist sie mit mir gefahren 😍. Ganz zu schweigen von der Unterstützung am Rennwochenede. Ohne so ne entspannte und tolerante Freundin an der Seite, ist so was sehr viel schwieriger zu machen.

Die Vorbereitung war also weitgehend entspannt und trotzdem war ich guter Dinge, das Teil finishen zu können – aber sicher kannst Dir halt bei ner Langdistanz einfach nicht sein. Beim Training war bei jeder Disziplin noch Luft drin, aber was passiert, wenn man die einzelnen Teile zusammenhängt?

Dann wars Freitag endlich soweit: Rennwochenende. Wir haben uns auf dem Campingplatz beim Schwimmstart ausgebreitet. Mega! Superentspannte Truppe sind wir ja eh, aber das war wirklich nett und völlig stressfrei. Hab extra noch den Kofferraum meines A3 zum Kingsizebett umgebaut – eine klare Empfehlung! Startunterlagen, Bike, CheckIn etc. das war alles perfekt auch der Vorabend am Zeltplatz war echt gemütlich – auch wenn Anfangs lange nicht klar war, wie wir´s mit den Autos machen. Aber wir haben dann ne super Lösung gefunden, die auch für die Supporter gepasst hat. Die Anspannung war da natürlich bei allen greifbar. Immerhin war echt gutes Wetter angekündigt. Felix hat bei der Wettkampfbesprechung 23 bis 25 Grad, keinen Regen und keinen Wind angekündigt. Bei letztrem muss ich ich leicht widersprechen aber dazu komm ich noch 😉

Start war Sonntag um 07:50 Uhr. Bis zu dem Punkt hat schon alles ganz entspannt geklappt und auch wenn ich bei der Verabschiedung von Laura kurz in die Schnappatmung gefallen bin. Kaum war ich im Wasser war ich wieder sehr ruhig.

Schwimmen war genau so wie ich es mir gewünscht hatte. Von Anfang an rausgehalten aus den Prügeleien und die zwei Kilometer von Wendepunkt zu Wendepunkt hatte ich eigentlich komplett für mich alleine – wie am Badesee 🙂

Ich konnte also ganz gechillt und ungestört meinen Rhythmus durchkraulen. Auf Höhe des Ziels unterwegs zur zweiten Wende hab ich das erste mal auf die Uhr gekuckt. Da waren es noch um die 800m zu schwimmen und ich hab erfreuliche 1:02:irgendwas gelesen – herrlich! War für meine Verhältnisse supergut.

Die positive Zeit im Rücken bin ich dann entspannt die letzten Meter angegangen. Raus aus dem Wasser war ich etwas überrascht, der erste von uns zu sein, der aus dem Wasser kommt. Olli hatte gemanagt, dass Mario, er und ich Startnummern beieinander hatten. Das war das ganze Wochenende super, weil wir zusammen reinkonnten, die Räder zusammen standen etc. In der Wechselzone hab ich Mario noch kurz getroffen, der mich dank Dixipause in der Wechselzone souverän überholt hat – ich bin eher ein gemütlicher Wechsler wie ihr merkt 😉

Vom Radpart hatte ich aufgrund meiner Erfahrungen am meisten Respekt. Man kann sich da komplet kaputt fahren, ohne es wirklich zu merken und wenn du es merkst ists zu spät. Da war das eigentliche Ziel entspannt durchzukommen – trotz des auffrischenden Windes. Wie hat Matthias gesagt:

„Du musst am Ende ein schlechtes Gewissen haben, weil Du nicht alles gegeben hast, dann ists genau richtig.“

So bin ichs angegangen. Zu keiner Zeit Vollgas aber ein bisschen am Ball bleiben. Oben an der Brücke bei der Ausfahrt aus der Wechselzone hab ich das erste mal Laura und die anderen gesehen. Das überwältigende Bild hat mich die erste gute Stunde begleitet. Bei km 50 hatte ich ein klitzekleines Tief. Ich hab mir nur gedacht: „Puhhh, dass ist fei schon noch ein Stück…“ und bin dann tatsächlich ein bisschen hektischer geworden. Um bewusst Druck rauszunehmen, bin ich bei der PenatlyBox in Weinsfeld mal aufs Dixi. Danach war ich viel ruhiger.

Es gab nur eine Phase wo es mit der Ruhe vorbei war: Schon bei der Anfahrt zum Solarer Berg hatte ich Schnappatmung. Den Anstieg vorher hat mich ein Koreaner gefragt, ob das der Solarer Berg ist. Ich hab ihm versichert, dass der gleich kommt und er mir vertrauen soll: Er wird ihn erkennen.

Man kann sich das als Außenstehender gar nicht vorstellen… Ich bin den ja schon ein paar mal hoch, daher wusste ich, was mich erwartet – gerade auf der ersten Runde.

Ich fahr also nach Hilpoltstein rein und bekomm schon weit vorm Solarer Berg keine Luft mehr. Der Blick, wenn Du ums Eck fährst und die Wand vor Menschen siehst, raubt Dir den Atem. Du versuchst ruhig zu bleiben und vor allem ruhig zu atmen, aber es gelingt dir nicht! Du fährst durch die Menschenmassen, die dich nach oben brüllen – die „prügeln“ Dich so diesen Anstieg hoch, dass man es nicht in Worte fassen kann. Die Party, die da Bayern3 veranstaltet gibt dir den Rest – und dann standen da auch noch so viele, die ich kenne und oben dann natürlich Laura und die anderen. Oben musste ich hart an mir arbeiten, irgendwie wieder ruhiger zu werden. Der Berg ist nicht ohne Grund der Berg der Berge im Triatahlonsport – unvorstellbar! Das zweite mal hoch war zwar weniger los, dafür war umso mehr Zeit, sich kurz zu unterhalten. Laura hat mich ein Stück begleitet und geschoben, das war ein Highlight.

Die Devise danach war: Fahr das Ding einfach entspannt zu Ende, egal wie lang es dauert und was dann für ein Radsplit rauskommt. Den Puls immer so ein bisschen im Auge ists dann ne solide 06:20:37 geworden. Das war mir aber ja nicht wichtig. Viel wichtiger war mir, dass das mit der Verpflegung gut klappt und das ich entspannt runterkomme vom Rad und das bin ich. 7 Stunden hatte ich eigentlich gerechnet.

Nach nem zügigeren Wechsel ging´s in den Marathon. Die ersten 10 Kilometer waren geschenkt! Ich hab sonst immer bisschen Probleme in den Laufrhythums zu kommen, am Sonntag aber überhaupt nicht! Die ersten 10 Kilometer hatte ich extrem lockere Beine. Da hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich das Ding auf jeden Fall finishen werde. Wohl wissend, dass es irgendwann härter werden wird, hab ichs trotzdem laufen lassen. Die Kilometer die ich hab, hab ich, dachte ich mir. Gehpausen kann ich dann immer noch machen…. Ab KM 20 ists dann auch etwas zäher geworden. Aber auch da hab ich mich an Matthias Worte erinnert:

„Nutz die Verpflegung zu Gehpausen und bleib aufrecht – Kuck nach vorn!“

Hab ich gemacht und so verging auch die Schreckenspassage am Kanal (22km gerade aus) eigentlich wie im Flug. Durch die Wendepunktstrecken, hast aber auch ständig Leute gesehen, die Du kennst. Das war Nice! Elli, Hubert, Mario, Olli, Carsten, Marc, Andy, Andi usw. dauernd war jemand da den man anbrüllen konnte – das hat mir geholfen mich abzulenken 🙂

Und dann waren da ja noch unsere Supporter die gefühlt überall waren. Mega! Ich hab mich jedes mal riesig gefreut alle zu sehen, vor allem aber Laura. Der wars bisschen unheimlich, weil ich selbst bei KM 31 noch recht locker war und nicht nur sie hatte bedenken, wann es mich zerlegt.

Um Kilometer 31 gings dann rein in die Stadt und ich war eigentlich immer noch ganz gut dabei. Da wars dann schon klar, dass ich ins Ziel komme, und das in ner wirklich passablen Zeit.

Raus nach Büchenbach wars dann noch ein bisschen zäher, aber da war der Drops dann auch schon gelutscht. Die letzten 10 waren dann eigentlich wie ein Rausch. Ich bin einfach gar zu Ende gelaufen. Wohlwissend, dass ichs auf jeden Fall schaffe. Dass ich am Ende so ne Zeit auf die Strecke tackere hätte ich mir und viele weitere so auch nicht zugetraut. War einfach der perfekte Tag. Mit 13 Stunden hab ich gerechnet, 12 sind dann am Ende geworden.

Über den Einlauf ins Stadion muss man ja nicht viel sagen – Eine Wahnsinnsstimmung!
Emotionalster Moment für mich war aber Laura am Solarer Berg zu sehen 😍

Das war sie also, meine erste Langdistanz.

Tatsächlich ohne die ganz große Quälerei mit extrem viel Spaß und positiver Energie in den kompletten 12 Stunden.

Man hat viel Zeit über sich und sein Leben nachzudenken. Ich wollte mir selbst zeigen, das es möglich ist, als normaler Mensch, ohne sein Leben, seine Essensgewohnheiten zu ändern zwar mit entsprechender Grundlage, aber ohne Trainingsplan oder wirklich spezifische Vorbereitung nen „Ironman“ zu finishen.

Dass das mit der wirklich passablen Zeit von 12:01:53 vor allem in der Art und Weise geklappt hat, gibt einem ne Zufriedenheit, die anders glaub ich ganz ganz schwer zu erreichen ist.

Deswegen mein Appell an alle Hobbysportlerinnen und Sportler da draußen: Glaubt an euch, bleibt vor allem locker am Ball und nehmt euch die Zeit, dir ihr braucht, dann ist fast alles möglich!

Gleichzeitig ist das mein Abschied von der Langdistanz-Bühne: Geiler wird´s eh nimmer 😉 und es gibt ne ganze Reihe von schönen Mitteldistanzen, die auf der Welt warten 😀

An der Stelle nochmal Danke an alle Supporter und meine liebe MaliCrew. Ohne euch hätten wir nur den halben Spaß am Sport – Maximal! Und last but not least bei Tina und Matthias. Ohne euer Training und eure Ratschläge hätte ich mir sicher nicht so leicht getan :-*
Dass wir Athleten dem Team und den Helfern um Felix für ein so unfassbar geiles und emotionales Event unendlich dankbar sein müssen, versteht sich ja eh von selbst 😉

Jetzt heißt es erstmal regenerieren und in Erinnerung schwelgen 😉

Euer Feelgood-Flo

Aktivurlaubtrainingslager im Club La Santa – Die Vorbereitung auf die erste Langdistanz

n genau 50 Tagen ist es soweit – die Challenge Roth findet statt – mit mir, das erste mal als Einzelsstarter 😱

Nun weile ich ja zusammen mit meiner Freundin im Club La Santa auf Lanzarote: perfektes Urlaubsdomizil im Jahr der Langdistanz 😍

Die die mich kennen, wissen ja, dass ich mir nicht viel aus Trainingslager oder Trainkngsplänen mache – aber ich Aktivurlaub schon cool. Und so kann ich die Tage hier nutzen um – jenseits von der Erholung, die wie ihr an dem Bild gut sehen könnt auch nicht zu kurz kommt – ganz gechillt an der Form zu arbeiten.

Der Halbmarathon letztens morgens, vor dem Essen einfach nochmal ne Stunde Bahnenschwimmen, Bahntraining usw. Das alles gibt mir das Gefühl es Richtung Roth nicht schleifen zu lassen, was in nem

anderem Urlaub sicher der Fall gewesen wäre. Daher für Sport- und Aktivreisenbegeisterte: Klare Empfehlung hier mal her zu kommen. Da ist für jeden was dabei – auch für Familien.

Urlaubszeit ist auch immer Zeit Gedanken schweifen zu lassen. Logisch, das meine Gedanken grad um zwei Dinge kreisen: Den Mainauenlauf, bei dem dieses Jahr dank dem Superteam nochmal vieles runder läuft und die Teilnehmerzahlen explodieren förmlich nach dem Funrun und um das Abendteuer Langdistanz natürlich.

Wo steh ich also?

Schwimmen ist dank unseres Schwimmcoaches Matthias eigentlich kein großes Problem mehr. Ich werd hier in den nächsten Tagen nochmal die volle Distanz schwimmen, aber gedanklich hab ich das schon abgehakt.

Nachdem ich mir wegen irgendwelchen Finishzeiten ohnehin keine großen Gedanken mache – ich rechne einfach mal mit 13 Stunden +/- 1 Stunde hab ich nur bedingt Angst, was das radeln und schwimmen angeht. Der Marathon Word ohnehin die Hölle, aber läuferisch kann ich zumindest 30 am Stück laufen derzeit, das gilt es einfach zu halten.

Bleibt noch das radeln…..da werd ich auf jeden Fall noch bisschen was machen müssen, aber dank dem „Trainingslager“ auf Mallorca im März, ist auch schon ein bisschen was vorhanden.

In dem Sinne genieß ich hier einfach mal den Traumstrand und werkle fleißig weiter an der Form – ob das reicht? In 50 Tagen wissen wir alle mehr 🙈

Euer Feelgood Flo

Mein zweiter Berlinmarathon – endlich mal wieder sub4

Ich fahr grad durch Berlin und seh „die Linie“, perfekter Zeitpunkt? Berlin nochmal Revue passieren zu lassen 😍

Mit gemischten Gefühlen bin ich vor Wochen nach Berlin gefahren….bei den letzten Marathons, war die 4h Schwelle relativ weit weg, das macht total entspannt, ist ja eh Wurscht dann. Und obwohl die Zeit ja wirklich nicht im Vordergrund steht, sondern vielmehr der Spaß an der Bewegung, war dieses Jahr halt die sub4 auf jeden Fall drin, was es natürlich ein ganzes Stück spannender, aber auch angespannter gemacht hat.

Fangen wir aber von vorne an: die Vorbereitung lief eigentlich mega easy und entspannt. Wir laufen ja mit unserer Dienstagsrunde mittlerweile ja wöchentlich unsere 20 bis 25km, da fallen einem dann die 4 bis 5 längeren Einheiten dann einfach nicht mehr so schwer. Zwei 30er und ein fast 35er sollten da also reichen, hab ich mir gedacht. Und selbst die waren dank Lauras und Wolfgangs Begleitung echt mega angenehm!

Die Vorzeichen standen also gut! Nach ein bisschen hin und her (und Michi Fischers unglaubliche Spontanität beim Beschriften von Shirts) hab ich auch tatsächlich noch ein schönes Outfit zusammen bekommen 😍

Die Anreise war super entspannt. Sind am Freitag schon rauf gefahren, dadurch war am Samstag alles mega gemütlich. Hat sogar für ein kleines Morgenläufchen gereicht 👍

Marathon ist bei mir meistens verbunden mit Freizeit mit Freunden – Quality Time quasi. Freitag schön noch was mit den Berliner Laufkollegen den Roths essen gegangen und dann nicht zu spät ins Bett. So muss das sein!

Wir waren am Bahnhof im Meininger untergebracht. Vorm Start nicht mehr großartig Öffis fahren zu müssen, war mega – sorry BVG 😂

Am Start haben wir leider Wolfgang verpasst. Wir wollten eigentlich zu dritt loslaufen, das hat aber irgendwie nicht funktioniert… und nachdem Olly eine gänzlich andere Taktik an den Tag legte als ich – und ich bei km 5 nochmal kurz im Grünstreifen war – bin ichs dann doch alleine angegangen. Das hat leider nichts daran geändert, dass ich trotzdem ein winziges bisschen zu schnell gestartet bin, als ich eigentlich wollte.

Ich finds super, wenn die zweite Hälfte immer schneller ist, als die erste. Das macht einfach so viel mehr Spaß! ….Ich aber trotzdem los zwischen 05:20 und 05:30…..das lief auch bis zum Halbmarathon echt easy. Ich hatte auch relativ schnell schön Platz um mich rum.

Ab km 21 gabs dann aber die ersten Zipperlein …..Wade links macht leicht zu, Knie machen sich etwas bemerkbar und und und…alles Sachen, die ich sonst nicht habe – wie immer halt 🙈 anyway, ich musste also ein bisschen rausnehmen und als bei km 30 der 4:00:00 Pacer neben mir war, ahnte ich, dass es eng wird und ärgerte mich zeitgleich, dass ich mich hab hinreißen lassen 😡🙈

Ruhig bleiben und den Pacer im Blick haben, der Drops ist noch nicht gelutscht, hieß die Devise.

Ab km 30 ists dann eigentlich wieder ganz passabel gelaufen und nach nem kleinen Körpercheck (macht ihr das beim laufen auch? Einfach mal durchgehen, was schon alles weh tut) hab ich mich beim km 35 entschieden es zu riskieren und es laufen zu lassen. Ich mein das sind noch 7km….einmal von mir zuhause zum Röhrensee und zurück….was soll da schon passieren 😂🙊

Irgendwie bin ich ab da immer schneller geworden und obwohl ich die Verpflegungen genutzt, kurz zu gehen und echt bisschen zu trinken, hab ich noch soooooo viele eingesammelt….das pusht ja zusätzlich und lässt einen noch ein kleines Stück mehr geben. Mein schnellster Kilometer war so der 43. – ja 43!!11!1 hatte wieder nen Kilometer mehr drauf, was mich fast die 4 gekostet hätte 😂

Am Ende ists dann zwar knapp geworden, aber wirklich schön, dass die 4 mal wieder gefallen ist und der Spaß kam auch nicht zu kurz – witzige Leute da in Berlin, vor allem die Kids 😂😡

War so also ein superschönes Sportwochenende mit nem supertollen Haufen!

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt – Zeit sich also nächste Ziele zu suchen 😂

In diesem Sinne: Genießt die goldenen Herbsttage,

Euer FeelGoodFlo

Das Abenteuer Langdistanz beginnt!

So, jetzt ist´s also soweit…nach vier mal Staffel in Roth, hab ich mich tatsächlich als Einzelstarter angemeldet! Da hat mich das Roth-Fieber letzte Woche am Sonntag am Solarer Berg dann doch nochmal so richtig gepackt.

Vorherrschendes Gefühl: Eine Mischung aus Vorfreude und Panik. Naja, eigentlich eher Vorfreude. Die Mitteldistanzen der letzten Jahre und die letzten Monate stimmen mich eigentlich ganz zuversichtlich. Muss ja eh keine mega Zeit werden. So wie das halt immer ist bei mir: der „Spaß“ steht im Vordergrund – oder besser in dem Fall: die Zeit steht nicht im Vordergrund… denn knüppelhart wird’s auf jeden Fall – um die 13h Sport am Stück das ist mal ne Hausnummer 😱

Erster Gedanke, den man jetzt haben könnte: schau der Maßen hat ne Midlifecrisis 😂

Ich? Niemals! Klar hab ich nächstes Jahr nen Runden Geburtstag, aber deswegen mach ich’s nicht, also echt nicht!
Ich fühl mich dieses Jahr tatsächlich relativ fit und in der Hoffnung, dass das nächste Jahr ähnlich läuft wie dieses, lautet das Motto einfach: wenn nicht jetzt, wann dann?

Am 01. Juli 2018 ist es also soweit. 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen. Jede Distanz für sich schonmal gemacht, jeweils die Hälfte auch ein paar mal zusammen – aber die Kombination ist schon etwas Respekt einflößend 😱 
Anyway, die Anspannung gehört doch auch dazu….ist ein bisschen wie Lampenfieber. Nächste Woche gibts noch nen ordentlichen CheckUp und dann stehen die nächsten 12 sportlichen Monate im Zeichen von Roth. 
In denen gilt es entspannt aber konsequent dran zu bleiben. Aber mit den Menschen um mich rum, sollte das eigentlich kein Problem sein 😍 

Entspannt ist übrigens das richtige Wort! Ich leg jetzt mal entspannt die Füße hoch 😂 ihr hoffentlich auch 👍

 
Euer FeelGoodFlo

P.S. Danke an Mario und Olly, die mich beim Zettelholen so supportet haben 😊

Alles bleibt anders – die zweite Auflage des Mainauenlaufes

Das war er also, der zweite Mainauenlauf. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll….

Ich starte mal mit dem letzten Jahr. Man kann ja den ersten Mainauenlauf durchaus als Erfolg bezeichnen. Dafür, dass wir (Achim, ich und unser kleiner Verein die MaliCrew) noch nie einen Lauf veranstaltet haben und so auch nicht wirklich wussten, was auf uns zukommt, war das 2016 im Rahmen der Landesgartenschau schonmal ne ordentliche Vorlage.

Wir waren uns überhaupt nicht sicher, ob unser Mainauenlauf, der ja mit 1.200 Teilnehmern gleich mal zweitgrößter Lauf der Region war, überhaupt ohne Landesgartenschau funktionieren wird.
Egal… wer uns beide kennt weiß, dass wir Sachen optimistisch anpacken.

Als wir uns also zusammen vor einem guten 3/4 Jahr entschieden haben, dass es eine Neuauflage geben soll, ging das Abenteuer Mainauenlauf für uns in die zweite Runde.

Anfangs waren wir total zuversichtlich, dass es einfacher wird, weil wir ja diverse Einschränkungen aufgrund der Landesgartenschau hatten. 

Im Laufe der folgenden Monate sollte sich das als kleiner Trugschluss herausstellen. Und obwohl es natürlich auch diverse Planänderungen gab (mit denen ich euch jetzt gar nicht langweilen möchte) ist es uns aufgrund der wirklich sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth gelungen ein wunderschönes neues zu Hause für unseren Lauf zu finden – mitten im Gelände der ehemaligen Landesgartenschau im grünen Kabinett mit einem fast atemberaubenden Blick über einen Teil der Laufstrecke.

2016 war es natürlich leicht, ein schönes Ambiente zu schaffen. Überall Blumen, das Gelände komplett rausgeputzt und und und. Das sah dieses Jahr natürlich ein bisschen anders aus. Wir wussten, dass wir einiges tun müssen, um den Läuferinnen und Läufern auch optisch was bieten zu können.

Ein Finisherpark musste also her. Als Achim gesagt hat, er wolle nen Teppich (klein Roth quasi) hab ich ihn zuerst für verrückt gehalten. Aber wer am Wochenende dabei war, weiß wer am Ende recht behalten hat 😉

Die Vorbereitung lief eigentlich echt super dieses Jahr. Wir hatten ein größeres Kernteam, das rund um Mario, Olly und Andy supergut funktioniert hat und wir konnten super von den Erfahrungen der ersten Jahres profitieren.

Das erste Jahr war aber Fluch und Segen zugleich. Mit zunehmender Zeit fand ichs immer schwerer konzentriert zu bleiben.

Ein bisschen hatte ich immer das Gefühl: „Ach das hat letztes Jahr doch auch funktioniert, klappt doch sicher dieses Jahr auch wieder!“ 

Mein Fazit daher: das zweite Mal ist fast schwieriger als der erste Mal 😉

Die schwierigste Frage war tatsächlich abzuschätzen, ob es wieder so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden würden, denn davon hing ja viel ab.

Ich war da recht zuversichtlich – eben weil es 2016 (neben der nicht funktionierenden Zeitnahme) ne wirklich tolle Veranstaltung war.

Die letzten Wochen vor dem Lauf waren aber natürlich trotzdem wieder hektisch. Tausend Kleinigkeiten, an die wir denken mussten….ihr dürft gern mal schätzen, wie viele Notizen es in meinem Handy gibt 😂
Die Woche vor dem Lauf ist immer besonders finde ich. Ganz ohne Urlaub ist die auch nicht wirklich zu machen, muss ich gestehen. Man will sich ja auch tatsächlich auf die eine Sache konzentrieren, auch um das Ganze genießen zu können. 

Als dann am Freitag die ersten Lieferanten aufs Gelände gefahren sind stieg nicht nur die Anspannung sondern auch die Aufregung.

Dieses Jahr hat alles super geklappt. Sogar die Pappbecher wurden geliefert 😂und so stampften ratz fatz unseren Finisherpark in einem Tempo aus dem Boden, das mir fast schwindelig wurde. 

Samstag Abend waren wir eigentlich bis auf die Sponsoren und Foodtrucks schon fertig. Mit einem echt guten Gefühl ließen wir daher den Abend mit dem ein oder anderen GinTonic aus dem Pappbecher und ein paar guten Freunden den Abend im Finisherpark ausklingen.

Nachdem der ja aber echt schon aufgebaut und ja trotzdem nicht mitten in der Stadt war, bildeten Achim und ich mehr oder weniger die Nachtwache. 

Dafür hatten wir es uns mit Schlafsäcken in unsrem nigelnagelneues MaliCrew Xgloo gemütlich gemacht – ich liebe dieses Zelt! 
Früh um halb fünf quasi mitten im Zielbereich aufzuwachen, war tatsächlich was besonderes für mich – auch wenn ich direkt danach feststellen musste, dass uns irgendwelche Freaks ein Sponsoren Beachflag geklaut haben 😂

Als ich um halb fünf auf die Uhr gekuckt hab dachte ich mir, dass noch ewig Zeit ist alles zu regeln…..Pustekuchen…..einen gefühlten Augenblick später war es kurz nach neun und der Startschuss des Kinderlaufs stand unmittelbar bevor.
Das war die hektischste Phase des Tages. 

Die Vorbereitungen für die Hauptläufe waren gefühlt noch lange nicht fertig und trotzdem war keine Zeit mehr. 

Am Ende war es unserem eingespielten Team zu verdanken das alles optimal geklappt hat. Als der 5er unterwegs war, hab ich angefangen, den Tag zu genießen. 
Gravierendes hättest du da ja eh nicht mehr ändern können und so nutzte ich tatsächlich – ganz im Unterschied zu 2016 – die Gelegenheit die Stimmung etwas aufzusaugen.

Wenn ich die Bilder vom Start sehe, bekomme ich jetzt noch Gänsehaut – so viele Läuferinnen und Läufer 😱 im Ernst, kuckt euch mal die Stimmung an 🙈 und die waren alle nur da, weil zwei Kumpels 2014 ne Schnappsidee hatten…

Am Ende waren alle glücklich: die Läuferinnen und Läufer, die beteiligten Behörden und das komplette Team, das im Hintergrund gewerkelt hat. Genau so wollten wir das haben!

Was bleibt ist Erinnerung an die vielen glücklichen Gesichter und viele viele kleine Geschichten rund um den 2017er Mainauenlauf. 

Zum Beispiel der spontane Gintonic mit dem Kumpel vom Stadtmeister oder die Startnummernrettungsaktion eines Bayreuther Sportlers.

Was aber auf jeden Fall auch bleibt, ist der Dank an den kleinen aber feinen Verein, der hinter uns steht, der Dank an die vielen Helferinnen und Helfer und die Stadt mit allen ihren Beteiligten.

Vor allem aber der Dank an Achim, mit dem ich vor Jahren den Mut hatte, ins Abenteuer Laufveranstalter einzutauchen. 
Nach dem Lauf ist vor dem Lauf – in diesem Sinne: die Vorbereitungen laufen bereits 😜

Euer feelgoodflo
P.S. Danke Micha fürs Bild 😍

Was war das für ein verrücktes Jahr!

Liebe FeelGood-Läuferinnen und FeelGood-Läufer,

was war das für ein verrücktes Jahr?

15 Sportveranstaltung waren es dieses Jahr, bei denen ich richtig meinen Spaß hatte.
Ich bin ja gar nicht so der Zahlenmensch, aber am Ende des Jahres, kann man das Jahr auch mal in Zahlen Revue passieren lassen 😉

Fünf 10km-Läufe, ein 14km Berglauf, ein 18km Schlamm- und Hindernislauf, drei Halbmarathons, ein Marathon, eine Langdistanz-Staffel, zwei olympische Distanzen und eine Mitteldistanz – insgesamt 35 Stunden, 20 Minuten und 30 Sekunden „im Sattel“ waren es 2016.

Bei mir ist Training ja fast immer gleichbedeutend wie Kurzurlaub bzw. Wohlfühlzeit mit Freunden. Reißen tu ich ja eh nix, obwohl durch Zufall einmal Platz 3 in meiner Altersklasse dabei war 😀

In Zahlen bedeutet das für das Jahr 2016 226 Sporteinheiten:

350 Stunden und 56 Minuten Sport – meine Top Drei was die Trainingszeit angeht:
Platz 1: Laufen mit 141h 43m
Platz 2: Radfahren mit 88h 27m
Platz 3: Fitnessstudio mit 54h 39m

4.030 Kilometer waren es insgesamt:
Platz 1: Radfahrer mit 2.049km
Platz 2: Laufen mit 1.427km
Platz 3: Triathlon mit 215,6km

37.512m gings Bergauf, dabei hab ich über 200.000 kcal verbrannt – holy!

200.000 kcal, das sind:

  • 1.000 Flaschen Spezi oder
  • 1.778 Dosen Red Bull oder
  • 213 Tüten Chips oder
  • 787 Hamburger

… nur mal als Relation….

Verrückt, was da alles zusammen kommt im Laufe des Jahres und das „trotz“ des Mainauenlaufes, der gut 3 Wochen Training „gekostet“ hat 😀

Highlights gab´s natürlich wieder mehrere. Im „Passivmodus“ war definitiv der Mainauenlauf das Highlight schlechthin. Was haben wir da zusammen für ein Ding rausgehauen!
Im „Aktivmodus“ war für mich die Challenge Roth sicherlich das emotionalste Highlight. Nachdem ich 2015 als Staffel-Radler den Wettkampf wegen Atemnot abbrechen musste, ist’s dieses Jahr für meine Verhältnisse unfassbar gut gelaufen.
Dementsprechend groß war die Erleichterung im Ziel. Nachdem ich Andy den Chip übergeben hatte, gab´s erstmal kein halten mehr. Da war´s gut, dass ich nen Moment für mich hatte. Aber so ist der Sport. Es gibt Höhen und Tiefen.

Wie war denn euer Jahr?

Jetzt sind wir alle mal gespannt, was das Jahr 2017 so bringt. Gesund bleiben, das ist das Wichtigste, alles andere wird sich zeigen.

Kommt gut rein ins neue Jahr. Ich hoffe wir alle sehen uns 2017!

Euer FeelGoodFlo

Die Frage nach dem warum, oder: lasst uns über Motivation philosophieren

Jetzt sitz ich also hier am wunderschönen Walchsee in Tirol und warte auf den Bike Check-In. Mit zwei (bzw. einem) Sportbuddies machen wir morgen die Mitteldistanz bei der Challenge hier.
Wir waren letztes Jahr schon da und es war der schönste Wettkampf, den ich bisher gemacht habe. Die Gegend hier ist einfach der Hammer! Schon beim Schwimmen konnte ich den Blick kaum von der Umgebung lassen. Und weil es letztes Jahr so toll war, wollte ich dieses Jahr auch eigentlich gar nicht mehr her, denn schöner kann es fast nicht werden…aber jetzt sitz ich trotzdem hier am See, was uns quasi zwangsläufig zu der Frage führt, warum? 😂
Lasst uns also einfach mal über Motivation philosophieren 😉
Motivation hat ja jeder seine eigene.
Der eine macht es nur für sich, um sich gut zu fühlen, der andre um sich oder seiner Umwelt was zu beweisen. Viele machen es, um gemeinsam Spass an der Bewegung zu erleben oder der Gesundheit wegen, um sich fit zu fühlen oder abzunehmen. Viele brauchen den Sport um Ablenkung zu finden, einen klaren Kopf zu bekommen.
Ich will da gar keine Wertung abgeben, muss ja jeder selbst wissen, warum „er sich das antut“ 🙊🙈

Dennoch gibt’s wie ich finde aus meiner Erfahrung nach gesunde und ungesunde Gründe. Ich persönlich hab für mich ausgemacht, das nur für mich zu machen. Druck von außen ist nie gut und auch nicht gesund. Und mal im Ernst, wem sollen wir Hobbysportler denn was beweisen?
Meine Motivation kennt ihr ja: ich will Spaß haben, fit und gesund bleiben, vielleicht will ich auch manchmal ein bisschen an die Grenze gehen, aber dass alles halt auf einem Niveau, dass meiner Meinung nach noch auf Dauer gesunden Ausdauersport ermöglicht der obendrein noch Spaß macht.
Ich sitze also hier in voller Vorfreude auf morgen. Ich will ja gar nicht verhehlen, dass auch etwas Anspannung dabei ist, das ist ja auch ganz normal. Das wird vermutlich eine Dauerbelastung von 6 bis 7 Stunden – dennoch überwiegt die Freude.
Die Freude, morgen mit zwei guten Freunden hier zu sein, ich muss mir und anderen zum Glück nichts beweisen.
Ich will morgen mit viel Spaß, schön durch kommen, klar dass man vielleicht an der ein oder anderen Stelle mal beißen muss, aber das gehört ja auch dazu. Wenn ich meine Zeit von letztem Jahr schlagen kann, ist das nice, wenn nicht, ist’s aber überhaupt nicht tragisch.
Ich glaube, der Einstellung hab ich’s zu verdanken, dass ich die letzten Jahre sehr unverkrampft und weitestgehend verletzungsfrei durchgekommen bin. Für mich geht das Konzept dieser – sagen wir mal – „positiven Bewegung“ also voll auf!
Der Spaß an der Bewegung kommt ja auch beim Training nicht zu kurz – ich kann mir auch gar nicht wirklich vorstellen, unter Druck zu trainieren. Da käm mir ein weiterer Motivationsgrund viel zu kurz: Das „Runterkommen“.
Ich mach so gerne Sport, weil es für mich unfassbar entspannend ist. Die meisten von euch kennen das Gefühl direkt nach der Trainingseinheit? Fast befreiend! Und man kann so schön schlemmen danach 😍 da geht auch mal ein Liter Spezi von der Tanke, gell Mario 😉
Ich plädiere also sehr für eine gewisse Lockerheit auch im Sport, denn ich glaub die hilft uns allen viel positiver durchs Leben zu kommen. Lasst euch nicht unter Druck setzen, setzt euch selbst einfach nicht unter Druck und denkt nicht zu viel nach, was alles schief gehen kann, genießt jeden Kilometer. Egal ob auf der Lauftsrecke, beim Schwimmen oder Radeln.
Frei nach Shia LaBoeuf: just do it!

So! Und jetzt: Pasta 😉
Euer FeelGoodFlo

Neulich beim Mainfrankentriathlon in Kitzingen

Was für ein schöner kleiner Triathlon in Kitzingen!

ich bin ja eigentlich eher der Läufer, aber so ein bisschen „Ergänzung“ um Ausgleichssportarten kann ja nicht schlecht sein 😀

Bei meiner Lieblingsdisziplin hat mich Alex, erwischt. Die Gelegenheit könnte nicht besser sein, euch mal zu zeigen, wie ich so auf der Laufstrecke unterwegs bin.

Motto meines Blogs – ist ja nicht schwer zu erkennen, steht ja drüber – ist Feel Good Run. Viel wichtiger, als Bestzeiten hinterher zu hecheln, ist mir Spaß zu haben.
Böse Zungen könnten behaupten, dass das so sei, weil mir zweiteres nicht oft gelingt, aber daran liegt es nicht … also echt nicht … also ganz wirklich nicht.

Ich bin ein sehr positiver Mensch, immer ein Lachen auf den Lippen und nen Gruß auf Lager – so muss das für mich auch das Laufen sein. Zumindest zum allergrößten Teil.

Is ja logisch, dass mir das mit dem Lächeln nicht mehr so 100% gelingt, wenn mir beim Zielsprint fast das Herz explodiert. By the way: ich steh voll auf Zielsprints! Auf dem letzten Kilometer gibt´s kein halten mehr #eatmydust 😀 Aber in der Regel bleibt doch immer noch ein bisschen Kraft zum Abklatschen oder Grüßen, oder um sich bei den Helfern zu bedanken.

Das erzeugt beim ein oder anderen reichlich Kopfschütteln. Wenn ich ein was nicht bin, dann verbissen…. es gibt soooooo viele verbissene Kollegen und Kolleginnen auf der Strecke. Auch, vor allem und komischerweise welche, die mit dem Sieg eh gar nichts zu tun haben. Da bekommst schon mal nen Rempler in der Wechselzone oder auf der Laufstrecke, weil einer etwas übereifrig seinen Weg nicht findet #wtf?

Ich frag mich, wer wohl mehr von dem Lauf hat.

Jemand wie ich, der „nur“ Spaß am Sport hat und das gern auch zeigt, oder jemand der ständig ohne Rücksicht auf „Verluste“ auf dem Weg zu seiner neuen Bestleitung ist.

Letzteres macht, wenn geschafft, auch glücklich ganz klar, aber der Weg dahin ist sicher schmerzhafter als meiner. Aber das muss sich ja ja auch gar nicht ausschließen. Mir gelingt das ja auch ab und zu, aber halt einfach auf nem Niveau, dass Spaß macht 😀

Mal ehrlich: Gewinnen können doch die Wenigsten, die sich gemeinsam mit uns an die Startlinie stellen. Den ganzen Geschossen und Raketen gönn’ ich’s von Herzen und ich bin ohne Witz tief beeindruckt von den Zeiten, die die Kolleginnen und Kollegen da rausballern! Glücklicherweise kenn ich viele, die trotzdem die Mischung hinbekommen. Spaß und Schnelligkeit! Mir bleibt halt einfach nur ersteres 😉

Obwohl…..Schnelligkeit ist ja ohnehin relativ… für manche ist ein olympischer Triathlon mit Flussabwärtsschwimmen in 02:40:27 der Hammer und gleichzeitig lächeln viele viele andere nur müde, daher thematisier ich das wie ihr wisst auch gar nicht großartig 😉 Soll jeder machen wie er denkt.

Was sehen wir denn noch auf dem Bild?

Ihr seht quasi mein klassisches Lauf-SetUp:

  • Mütze
  • Startnummernband (find ich großartig und macht die Shirts nicht kaputt)
  • CEP-Kompressions-Ware (Bin ich Hardcore-Fan von, nicht nur, weil es ein Bayreuther Unternehmen ist und wenn dann meist auch zweifarbig)
  • Pulsuhr (und zwar so gut wie nie ohne, was ebenfalls Kopfschütteln hervorruft bei einigen meiner Lauffreunde/-Innen)
  • Mein nicht optimaler Fuß-Aufsatz (und ich meine nicht den Schuh, Markus ;-))

Letzterer ist in den vergangenen 5 Jahren Laufen schon deutlich besser geworden, man mag es kaum glauben. Es tendiert wenigstens etwas Richtung Mittelfuss…. Da gibt´s ja die unterschiedlichsten Ansätze – Mein Credo: So lange es Spaß macht und keine Schmerzen verursacht, kann es nicht so schlecht sein 😉 Aber das ist nochmal ein extra Thema: Laufstile und Laufseminare.

Jetzt geht´s stark Richtung Challenge am Kaiserwinkel, ey ich hoffe, dass das Wetter so wird wie letztes Jahr, das war so wunderschön!

In diesem Sinne: immer schön locker bleiben!

Euer Feel Good Flo

#nachdemtriistvordemtri #tri4fun #run4fun

Vom Scheitern und Aufstehen…..

Am Sonntag ist es also wieder soweit, die Challenge Roth steht an. Zum vierten Mal starten wir als Staffel….. Einer der größten und traditionsreichsten Triathlons die es auf der Welt gibt. 😃 inklusive dem Highlight schlechthin – dem Solarer Berg! 
Wenn ich euch nen Rat vorweg geben darf: Schaut euch das an, und könnt ihr nicht selbst da durch, schaut euch das als Fan an der Strecke an. Die Begeisterung an der Strecke und an der Stelle ist nicht in Worte zu fassen….

Einige von euch kennen mich ja und kennen das „Drama“ vom letzten Jahr, einige aber auch noch nicht und da der Zeitpunkt natürlich besser nicht sein könnte und so viele von uns schonmal gescheitert sind und auch scheitern werden, nutze ich die Gelegenheit einfach mal die letzte Challenge zu reflektieren.
Nach den relativ gechillten Teilnahmen 2013 (als Radler) und 2014 (als Schwimmer) – Zeiten spielen bei mir ja ohnehin keine Rolle – bin ich letztes Jahr auch wieder ganz unbekümmert und eigentlich auch passabel vorbereitet als Radler an den Start gegangen.

Alles lief auch echt gut. Lieblingscaro kam flott aus dem Wasser und los ging’s über die Brücke auf die erste Runde.
Dann sollte aber vieles anders kommen als erwartet. 

Ich kann’s immer noch gar nicht so richtig beschreiben, geschweige denn sagen, woran es letztendlich lag, aber schon auf der ersten Runde hatte ich aus unerklärlichen Gründen Probleme mit der Atmung. 
Es ging irgendwie nicht so viel Luft in die Lungen, wie ich das gern geh at hätte. Am Solarer Berg war daher das erste Mal Schnappatmung angesagt.
Da waren erst 70km von den 180 abgespult. 
Das ist wie beim Marathon auch. Kaum bemerkt man ein Zipperlein, konzentriert man sich total drauf. Im Laufe der nächsten Kilometer Lauf der nächsten Kilometer hab ich mich also damit beschäftigt herauszufinden, woran es liegen könnte. 
Tempo rausgenommen, Oberkörper gekühlt, mehr getrunken, Oberkörper gewärmt, bewusst weniger geatmet (weil ich dachte ich hyperventierliere) usw usw und natürlich beschäftigt man sich mit dem Gedanken auszusteigen…

Ich konnte nur noch immer flacher atmen bis ich fast gar keine Luft mehr in die Lungen bekommen habe. Anfangs hat nur die Hand gebitzelt, am Ende der ganze Körper, nichtmal richtig sprechen konnte ich mehr, weil die Zunge das Taub war. 

Das Ende vom Lied war, dass ich nachdem ich in Obermässing nicht mal mehr bewusst Rad gefahren bin sondern einfach instinktiv gestrampelt hab, vom Rad gestiegen bin. 

Viele haben mich aufgrund dessen gelobt, wie vernünftig die Entscheidung gewesen sei, aber ich sags ganz ehrlich. Da gab es nichts mehr zu entscheiden. Einen paar Meter mehr und ich wär vom Rad gefallen.

Das war mit Abstand das erschreckendste und irgendwie auch gruseligste, was ich in den Jahren Ausdauersport bisher erlebt habe und hoffentlich auch jemals erlebt haben werde. 

Aber seit dem weiß ich zwei Sachen: 
1. Genieße jede Veranstaltung so gut du kannst. Du weißt nie was passiert. Und hab enormen Respekt vor deinem Körper und vor dem was du mit ihm so machst.

2. Do Not Finish is no Option ist der allergrößte Bullshit, den ich jemals gehört hab. Aufgeben ist immer eine Option wenn es um die Gesundheit geht. 

Natürlich plant man das nicht, aber jeder der schonmal den Punkt erreicht hat, wo zwar der Geist sagt: „Klar weiter geht’s“, aber der Körper sagt „Lass mal stecken“ weiß, dass aufgeben sehr wohl eine gute Entscheidung sein kann.

Roth ist für alle etwas besonderes, weil die ganze Region Kopf steht. Und das muss ich an der Stelle nochmal sagen.

Als ich da am Feuerwehrhaus vom Rad gestiegen bin und Richtung Gartenzaun getaumelt bin waren sofort, also ich meine wirklich sofort 5 bis 10 Leute da, die sich um mich gekümmert haben und mich gefragt haben, ob alles ok ist.
Und ich meine jetzt nicht offizielle Helfer oder so. Leute die da am feiern waren…. 
Die haben mir sofort das Rad abgenommen, mich in den Schatten gesetzt, mir was kühles zu trinken besorgt und letztendlich auch den „Rücktransport“ angeschoben ohne das ich zunächst überhaupt was sagen konnte. Das war wirklich beeindruckend und wirklich wirklich rührend!
Klar war die Enttäuschung riesengroß und ist sie ein wenig auch noch, aber als ich die ganzen anderen Radler die an der Stelle ausgestiegen sind gesehen habe, musste ich ein wenig schmunzeln. Wie ein Rudel geprügelter Hunde saßen wir da im Gras und haben auf die Feuerwehr gewartet 😂
Davon gibt es aber zum Glück dann doch kein Bild. Dafür eines wie ich an der Wechselzone ankomme. 
Ihr müsst euch vorstellen, da erlebst du grad den enttäuschendsten Augenblick deines Ausdauersportdaseins, das Feuerwehrauto in dem du sitzt hält direkt vor deinen besorgten Freunden (die ja mitbekommen haben, dass was nicht stimmen konnte) und dein bester Freund hält mit der Kamera voll drauf 😂😂😂 das werd ich im Leben nie mehr vergessen!
Ich sags nur sicherheitshalber nochmal dazu: ich lasse mich natürlich regelmäßig ärztlich durchchecken und hab das so echt nicht kommen sehen. Sonst wäre ich natürlich nicht gestartet. Auch danach habe ich mich natürlich durchchecken lassen. Aber so richtig gefunden haben wir nichts. 
Unsere Erklärung war dann eine Mischung aus: Übermut auf der Strecke, extremer Wärme und lasst es mich mal eine Verkettung ungünstiger Umstände wir Pollenbelastung und ähnliches nennen.
Seit dem hatte ich das nie mehr, nicht mal nur im Ansatz. Auch die Mitteldistanz ein paar Wochen später war kein Problem….
In diesem Sinne: aufstehen, Helm richten und weiter radeln! Ich freu mich riesig auf den Solarer Berg, den ich Sonntag so Gott will auch wieder 2 x erleben darf 😂🙈🙊

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