Laufen hat eine Macht!

Was soll ich euch sagen…

… ich bin mir nicht sicher, wie es euch geht, aber seit dem die Flüchtlingswelle deutlich abebbt hat, meint man, ist es etwas aus dem Fokus gerückt.

Und obwohl die Probleme sicherlich nach wie vor noch bestehen und auch noch lange bestehen werden, muss ich euch kurz von gestern erzählen.

Ich organisiere ja seit fast drei Jahren einen kostenlosen Lauftreff in Bayreuth: werunbt heißt das Projekt. Es ist einzig und alleine dazu da, ne Plattform in Bayreuth zu bieten, gemeinsam Spaß am laufen zu haben – regelmäßig, vereinsunabhängig und gern spontan.

Und den Spaß, den haben wir! Monatlich kommen so im Schnitt um die 35 Läuferinnen und Läufer zusammen. Aber zurück zum Thema: Gestern war es also mal wieder soweit: 16 Uhr ging´s auf eine gemeinsame Runde.

Bisschen mehr als 20 haben sich gestern bei dem echt miserablen Wetter aufgerafft, was mich echt sehr freut. Mich hat es persönlich besonders gefreut, dass seit längerer Zeit wieder ein Flüchtling am Start war. Und was mich noch viel mehr gefreut hat – und deswegen schreib ich das Ganze – ist, dass der junge Mann ohne mit der Wimper zu zucken von jedem, wirklich jedem, zu 100% akzeptiert worden ist.

Das ist das, was ich am Laufen so großartig finde.

Es spielt keine Rolle, wer Du bist, was Du bist, wie Du aussiehst, wieviel Du wiegst, welche Hautfarbe Du hast oder woher Du kommst. Beim Laufen, so scheint es, sind wir alle gleich.

Am Anfang noch etwas schüchtern, ist er bei mir hinten geblieben und ist dann aber mit einer Leichtigkeit nach vorn gelaufen an die Spitze und kam dann irgendwie als „Freund“ mit den anderen am Ziel an.

Man kommt als Fremder und geht als Freund, haben schon viele gesagt, die das erste Mal bei werunbt waren – umso schöner, dass das für alle Zutrifft, auch für Flüchtlinge.

Und umso dankbarer bin ich für alle, die Gestern da waren, und mir das erneut gezeigt…. nein bewiesen haben.

So macht Integration Spaß und funktioniert!

Nicht umsonst hat das Team des München Marathons kürzlich für sein Projekt „Laufend integrieren“ den Social Award bekommen.

In dem Sinn: Bleibt offen und neugierig

Euer Feelgood-Flo

5 Jahre Laufgeschichte(n)

Sehr ihr das Bild so oben? Dieses Bild ist morgen auf den Tag genau 5 Jahre her – München Marathon 2011. 5 Jahre, in denen unfassbar viel passiert ist.

Jetzt sitz ich hier auf dem Hotelbett und werde morgen witzigerweise wieder den Halben laufen, was mich zwangsläufig etwas nostalgisch werden lässt.

Ohne diesen 09. Oktober 2011, ohne dieses Bild, ohne dieses Treffen mit Anja, Dani, Achim und Flo wär ich heute nicht der, der ich jetzt bin und ich wäre vermutlich auch nicht mit meiner bezaubernden Freundin zusammen.

Ich hätte nicht im Juni mit Freunden nicht eine der schönsten Laufveranstaltungen der Region organisiert, würde nicht jeden Monat um die 30 bis 40 Läufer bei werunbt versammeln, um einfach miteinander Spaß an der Bewegung zu haben. Seit fast 3 Jahren läuft werunbt jetzt und wir haben so um die 1.500 Menschen zum Laufen getroffen. Menschen, die für mich den Laufsport so sympathisch machen. 

Aber was hat das alles mit dem Bild zu tun, fragt ihr euch vielleicht?
Der Halbmarathon in München war zwar nicht mein erster Halber (war mein zweiter), aber es war die erste sportliche Großveranstaltung, die ich mitgemacht hab. 

Glücklicherweise, hab ich damals auf Achim und die Mädels gewartet, die den ganzen Marathon gelaufen sind. Denn beides war für mich der Auftakt in die Laufwelt einzutauchen, und zwar so richtig einzutauchen.
Der Zeitpunkt hätte besser nicht sein können. Am Tag vorher war die Abschlussprüfung an der BAW. So gesehen war der kurze und sehr schöne Abschnitt abgehakt. Perfektes Timimg, um einen anderen sehr sehr schönen Abschnitt zu beginnen.

Hätte mir damals jemand gesagt, was sich aus dem kurzen Treffen mal werden würde, ich hätte es ihm nicht geglaubt.
Alle auf dem Bild sind mir extrem wichtige Freunde geworden. Es gab ne Zeitlang niemanden, der mich besser kannte als die Leute auf dem Bild da oben. Was hab ich die letzten 5 Jahre mit den Leuten erlebt? An wie vielen großartigen Sportveranstaltungen an ganz Europa haben wir denn bitte teilgenommen? Wochenlang könnt ich Storys erzählen!

Anja z.B. hat mich bei meinem ersten Marathon in Hamburg ein halbes Jahr später so was von über die Strecke gejagt, dass ich nicht mehr wusste wo vorn und hinten, oder unten und oben ist, aber es war großartigst. Dafür bin ich ihr auf ewig dankbar 😉 Eine Wahnsinnserfahrung! Ich war seit dem nicht mehr so über meine Grenze drüber, wie damals in Hamburg.
Achim, den Kerl mit der 1087 auf dem Bild, kenn ich eigentlich schon ein Leben lang, aber wir haben uns dann über 20 Jahre nicht mehr gesehen, bis zu dem besagten Tag im Oktober. Was sich seit dem getan hat ist wirklich wirklich verrückt – ist einer meiner engsten Freunde geworden, mit dem ich schon viel auf die Beine stellen konnte. 

Und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht in Sicht. Der Mainauenlauf 2.0 wird kommen und das ein oder andere Projekt Steht für 2017 auch schon wieder in der Pipeline. Von den ganzen Sportveranstaltungen, an denen wir auch 2017 wieder teilnehmen werden will ich ja gar nicht reden.

Lauffreundschaften sind besonders. Ich find, man lernt einander beim Laufen anders kennen, unverfälschter, irgendwie mit offenem Visier, vielleicht empfinde ich sie deshalb als intensiver. Ist aber vielleicht auch logisch, man verbringt halt auch einfach viel Zeit miteinander.

Und morgen gibt’s also wieder ein bisschen Zeit aufs gemeinsame Laufkonto.

Freu mich mit Jürgen, Flo und Heiko den halben morgen in Angriff zu nehmen. Das wird ein besonderer Tag, dessen Höhepunkt das Marathontor und die Runde im Olympiastadion werden wird.
In diesem Sinne: Holt euch Sportbuddies und pflegt sie, das ist ein schönes Stück eures Lebens, dass ihr da miteinander verbringt 👍

Euer FeelgoodFlo

Ode an die Supporter

Die Saison neigt sich ganz langsam dem Ende entgegen – für mich Zeit mich mal bei allen Supporter zu bedanken.

Ich geb´s zu, ich brauch Leute die an der Strecke stehen und das am liebsten in ner Großstadt. Ich hab wirklich keine guten Erfahrungen mit einsamen Landschaftsmarathons gemacht – ist ne andere Geschichte 😀

Im Ernst, was wären denn die Läufe ohne die tausenden Menschen, die uns vom Straßenrad aus anfeuern, die an den Apps der Welt unsere Zwischenzeiten befolgen, als wäre es der spannendste Thriller, die die uns den Puls immer noch ein bisschen höher pushen, als er eh schon ist.

Ohne die, die sich sofort Sorgen machen, wenn mal eine Zwischenzeit nicht wie erwartet kommt und sich voller Erleichterung melden, wenn man es ins Ziel geschafft hat. Ich bin ja 2. Vorstand unserer MailCrew und klar haben wir ne Whatsapp-Gruppe. Eigentlich haben wir zwei, gerade die „MaliCrew&Friends“, in der auch Freunde mit drin sind, da kommen gern mal während des Wettkampfes 100 bis 200 Nachrichten zusammen. Nur weil alle mitfiebern – großartig! Und die richtige Lektüre für den Heimweg 😉

Ich finde es sensationell, wenn die ganze Stadt auf den Beinen ist. Im Villenvierteln die Leute, die Tische raustragen und Champagnerfrühstück direkt an der Strecke machen… die Senioren, die sich Stühle aus dem Altersheim an die Strecke stellen und fleißig applaudieren, die vielen – nenn wir sie mal Freaks im positiven Sinne – die ihre Balkone kurzerhand zu Diskos umfunktionieren und die ganzen Bands, die an der Strecke Stimmung machen und und und….

Das sind für mich Situationen, die für mich einen Marathon besonders machen, die sich einbrennen im Gedächtnis…. und die kreativen Schilder immer 😀

Krass was sich die Leute alles einfallen lassen, oder?

Meine Ode an die Supporter hab ich daher mal als Bildergalerie zusammen gefasst, die ihr drüben bei Facebook-Bildergalerie findet. Die besten Sprüche auf Schildern, die mir so begegnet sind in den letzten Jahren.

Was ist denn euer Lieblingsspruch? Ist er dabei? Lasst mal hören! 😉

Euer Feel Good Flo

Die Frage nach dem warum, oder: lasst uns über Motivation philosophieren

Jetzt sitz ich also hier am wunderschönen Walchsee in Tirol und warte auf den Bike Check-In. Mit zwei (bzw. einem) Sportbuddies machen wir morgen die Mitteldistanz bei der Challenge hier.
Wir waren letztes Jahr schon da und es war der schönste Wettkampf, den ich bisher gemacht habe. Die Gegend hier ist einfach der Hammer! Schon beim Schwimmen konnte ich den Blick kaum von der Umgebung lassen. Und weil es letztes Jahr so toll war, wollte ich dieses Jahr auch eigentlich gar nicht mehr her, denn schöner kann es fast nicht werden…aber jetzt sitz ich trotzdem hier am See, was uns quasi zwangsläufig zu der Frage führt, warum? 😂
Lasst uns also einfach mal über Motivation philosophieren 😉
Motivation hat ja jeder seine eigene.
Der eine macht es nur für sich, um sich gut zu fühlen, der andre um sich oder seiner Umwelt was zu beweisen. Viele machen es, um gemeinsam Spass an der Bewegung zu erleben oder der Gesundheit wegen, um sich fit zu fühlen oder abzunehmen. Viele brauchen den Sport um Ablenkung zu finden, einen klaren Kopf zu bekommen.
Ich will da gar keine Wertung abgeben, muss ja jeder selbst wissen, warum „er sich das antut“ 🙊🙈

Dennoch gibt’s wie ich finde aus meiner Erfahrung nach gesunde und ungesunde Gründe. Ich persönlich hab für mich ausgemacht, das nur für mich zu machen. Druck von außen ist nie gut und auch nicht gesund. Und mal im Ernst, wem sollen wir Hobbysportler denn was beweisen?
Meine Motivation kennt ihr ja: ich will Spaß haben, fit und gesund bleiben, vielleicht will ich auch manchmal ein bisschen an die Grenze gehen, aber dass alles halt auf einem Niveau, dass meiner Meinung nach noch auf Dauer gesunden Ausdauersport ermöglicht der obendrein noch Spaß macht.
Ich sitze also hier in voller Vorfreude auf morgen. Ich will ja gar nicht verhehlen, dass auch etwas Anspannung dabei ist, das ist ja auch ganz normal. Das wird vermutlich eine Dauerbelastung von 6 bis 7 Stunden – dennoch überwiegt die Freude.
Die Freude, morgen mit zwei guten Freunden hier zu sein, ich muss mir und anderen zum Glück nichts beweisen.
Ich will morgen mit viel Spaß, schön durch kommen, klar dass man vielleicht an der ein oder anderen Stelle mal beißen muss, aber das gehört ja auch dazu. Wenn ich meine Zeit von letztem Jahr schlagen kann, ist das nice, wenn nicht, ist’s aber überhaupt nicht tragisch.
Ich glaube, der Einstellung hab ich’s zu verdanken, dass ich die letzten Jahre sehr unverkrampft und weitestgehend verletzungsfrei durchgekommen bin. Für mich geht das Konzept dieser – sagen wir mal – „positiven Bewegung“ also voll auf!
Der Spaß an der Bewegung kommt ja auch beim Training nicht zu kurz – ich kann mir auch gar nicht wirklich vorstellen, unter Druck zu trainieren. Da käm mir ein weiterer Motivationsgrund viel zu kurz: Das „Runterkommen“.
Ich mach so gerne Sport, weil es für mich unfassbar entspannend ist. Die meisten von euch kennen das Gefühl direkt nach der Trainingseinheit? Fast befreiend! Und man kann so schön schlemmen danach 😍 da geht auch mal ein Liter Spezi von der Tanke, gell Mario 😉
Ich plädiere also sehr für eine gewisse Lockerheit auch im Sport, denn ich glaub die hilft uns allen viel positiver durchs Leben zu kommen. Lasst euch nicht unter Druck setzen, setzt euch selbst einfach nicht unter Druck und denkt nicht zu viel nach, was alles schief gehen kann, genießt jeden Kilometer. Egal ob auf der Lauftsrecke, beim Schwimmen oder Radeln.
Frei nach Shia LaBoeuf: just do it!

So! Und jetzt: Pasta 😉
Euer FeelGoodFlo

Neulich beim Mainfrankentriathlon in Kitzingen

Was für ein schöner kleiner Triathlon in Kitzingen!

ich bin ja eigentlich eher der Läufer, aber so ein bisschen „Ergänzung“ um Ausgleichssportarten kann ja nicht schlecht sein 😀

Bei meiner Lieblingsdisziplin hat mich Alex, erwischt. Die Gelegenheit könnte nicht besser sein, euch mal zu zeigen, wie ich so auf der Laufstrecke unterwegs bin.

Motto meines Blogs – ist ja nicht schwer zu erkennen, steht ja drüber – ist Feel Good Run. Viel wichtiger, als Bestzeiten hinterher zu hecheln, ist mir Spaß zu haben.
Böse Zungen könnten behaupten, dass das so sei, weil mir zweiteres nicht oft gelingt, aber daran liegt es nicht … also echt nicht … also ganz wirklich nicht.

Ich bin ein sehr positiver Mensch, immer ein Lachen auf den Lippen und nen Gruß auf Lager – so muss das für mich auch das Laufen sein. Zumindest zum allergrößten Teil.

Is ja logisch, dass mir das mit dem Lächeln nicht mehr so 100% gelingt, wenn mir beim Zielsprint fast das Herz explodiert. By the way: ich steh voll auf Zielsprints! Auf dem letzten Kilometer gibt´s kein halten mehr #eatmydust 😀 Aber in der Regel bleibt doch immer noch ein bisschen Kraft zum Abklatschen oder Grüßen, oder um sich bei den Helfern zu bedanken.

Das erzeugt beim ein oder anderen reichlich Kopfschütteln. Wenn ich ein was nicht bin, dann verbissen…. es gibt soooooo viele verbissene Kollegen und Kolleginnen auf der Strecke. Auch, vor allem und komischerweise welche, die mit dem Sieg eh gar nichts zu tun haben. Da bekommst schon mal nen Rempler in der Wechselzone oder auf der Laufstrecke, weil einer etwas übereifrig seinen Weg nicht findet #wtf?

Ich frag mich, wer wohl mehr von dem Lauf hat.

Jemand wie ich, der „nur“ Spaß am Sport hat und das gern auch zeigt, oder jemand der ständig ohne Rücksicht auf „Verluste“ auf dem Weg zu seiner neuen Bestleitung ist.

Letzteres macht, wenn geschafft, auch glücklich ganz klar, aber der Weg dahin ist sicher schmerzhafter als meiner. Aber das muss sich ja ja auch gar nicht ausschließen. Mir gelingt das ja auch ab und zu, aber halt einfach auf nem Niveau, dass Spaß macht 😀

Mal ehrlich: Gewinnen können doch die Wenigsten, die sich gemeinsam mit uns an die Startlinie stellen. Den ganzen Geschossen und Raketen gönn’ ich’s von Herzen und ich bin ohne Witz tief beeindruckt von den Zeiten, die die Kolleginnen und Kollegen da rausballern! Glücklicherweise kenn ich viele, die trotzdem die Mischung hinbekommen. Spaß und Schnelligkeit! Mir bleibt halt einfach nur ersteres 😉

Obwohl…..Schnelligkeit ist ja ohnehin relativ… für manche ist ein olympischer Triathlon mit Flussabwärtsschwimmen in 02:40:27 der Hammer und gleichzeitig lächeln viele viele andere nur müde, daher thematisier ich das wie ihr wisst auch gar nicht großartig 😉 Soll jeder machen wie er denkt.

Was sehen wir denn noch auf dem Bild?

Ihr seht quasi mein klassisches Lauf-SetUp:

  • Mütze
  • Startnummernband (find ich großartig und macht die Shirts nicht kaputt)
  • CEP-Kompressions-Ware (Bin ich Hardcore-Fan von, nicht nur, weil es ein Bayreuther Unternehmen ist und wenn dann meist auch zweifarbig)
  • Pulsuhr (und zwar so gut wie nie ohne, was ebenfalls Kopfschütteln hervorruft bei einigen meiner Lauffreunde/-Innen)
  • Mein nicht optimaler Fuß-Aufsatz (und ich meine nicht den Schuh, Markus ;-))

Letzterer ist in den vergangenen 5 Jahren Laufen schon deutlich besser geworden, man mag es kaum glauben. Es tendiert wenigstens etwas Richtung Mittelfuss…. Da gibt´s ja die unterschiedlichsten Ansätze – Mein Credo: So lange es Spaß macht und keine Schmerzen verursacht, kann es nicht so schlecht sein 😉 Aber das ist nochmal ein extra Thema: Laufstile und Laufseminare.

Jetzt geht´s stark Richtung Challenge am Kaiserwinkel, ey ich hoffe, dass das Wetter so wird wie letztes Jahr, das war so wunderschön!

In diesem Sinne: immer schön locker bleiben!

Euer Feel Good Flo

#nachdemtriistvordemtri #tri4fun #run4fun

Vom Scheitern und Aufstehen…..

Am Sonntag ist es also wieder soweit, die Challenge Roth steht an. Zum vierten Mal starten wir als Staffel….. Einer der größten und traditionsreichsten Triathlons die es auf der Welt gibt. 😃 inklusive dem Highlight schlechthin – dem Solarer Berg! 
Wenn ich euch nen Rat vorweg geben darf: Schaut euch das an, und könnt ihr nicht selbst da durch, schaut euch das als Fan an der Strecke an. Die Begeisterung an der Strecke und an der Stelle ist nicht in Worte zu fassen….

Einige von euch kennen mich ja und kennen das „Drama“ vom letzten Jahr, einige aber auch noch nicht und da der Zeitpunkt natürlich besser nicht sein könnte und so viele von uns schonmal gescheitert sind und auch scheitern werden, nutze ich die Gelegenheit einfach mal die letzte Challenge zu reflektieren.
Nach den relativ gechillten Teilnahmen 2013 (als Radler) und 2014 (als Schwimmer) – Zeiten spielen bei mir ja ohnehin keine Rolle – bin ich letztes Jahr auch wieder ganz unbekümmert und eigentlich auch passabel vorbereitet als Radler an den Start gegangen.

Alles lief auch echt gut. Lieblingscaro kam flott aus dem Wasser und los ging’s über die Brücke auf die erste Runde.
Dann sollte aber vieles anders kommen als erwartet. 

Ich kann’s immer noch gar nicht so richtig beschreiben, geschweige denn sagen, woran es letztendlich lag, aber schon auf der ersten Runde hatte ich aus unerklärlichen Gründen Probleme mit der Atmung. 
Es ging irgendwie nicht so viel Luft in die Lungen, wie ich das gern geh at hätte. Am Solarer Berg war daher das erste Mal Schnappatmung angesagt.
Da waren erst 70km von den 180 abgespult. 
Das ist wie beim Marathon auch. Kaum bemerkt man ein Zipperlein, konzentriert man sich total drauf. Im Laufe der nächsten Kilometer Lauf der nächsten Kilometer hab ich mich also damit beschäftigt herauszufinden, woran es liegen könnte. 
Tempo rausgenommen, Oberkörper gekühlt, mehr getrunken, Oberkörper gewärmt, bewusst weniger geatmet (weil ich dachte ich hyperventierliere) usw usw und natürlich beschäftigt man sich mit dem Gedanken auszusteigen…

Ich konnte nur noch immer flacher atmen bis ich fast gar keine Luft mehr in die Lungen bekommen habe. Anfangs hat nur die Hand gebitzelt, am Ende der ganze Körper, nichtmal richtig sprechen konnte ich mehr, weil die Zunge das Taub war. 

Das Ende vom Lied war, dass ich nachdem ich in Obermässing nicht mal mehr bewusst Rad gefahren bin sondern einfach instinktiv gestrampelt hab, vom Rad gestiegen bin. 

Viele haben mich aufgrund dessen gelobt, wie vernünftig die Entscheidung gewesen sei, aber ich sags ganz ehrlich. Da gab es nichts mehr zu entscheiden. Einen paar Meter mehr und ich wär vom Rad gefallen.

Das war mit Abstand das erschreckendste und irgendwie auch gruseligste, was ich in den Jahren Ausdauersport bisher erlebt habe und hoffentlich auch jemals erlebt haben werde. 

Aber seit dem weiß ich zwei Sachen: 
1. Genieße jede Veranstaltung so gut du kannst. Du weißt nie was passiert. Und hab enormen Respekt vor deinem Körper und vor dem was du mit ihm so machst.

2. Do Not Finish is no Option ist der allergrößte Bullshit, den ich jemals gehört hab. Aufgeben ist immer eine Option wenn es um die Gesundheit geht. 

Natürlich plant man das nicht, aber jeder der schonmal den Punkt erreicht hat, wo zwar der Geist sagt: „Klar weiter geht’s“, aber der Körper sagt „Lass mal stecken“ weiß, dass aufgeben sehr wohl eine gute Entscheidung sein kann.

Roth ist für alle etwas besonderes, weil die ganze Region Kopf steht. Und das muss ich an der Stelle nochmal sagen.

Als ich da am Feuerwehrhaus vom Rad gestiegen bin und Richtung Gartenzaun getaumelt bin waren sofort, also ich meine wirklich sofort 5 bis 10 Leute da, die sich um mich gekümmert haben und mich gefragt haben, ob alles ok ist.
Und ich meine jetzt nicht offizielle Helfer oder so. Leute die da am feiern waren…. 
Die haben mir sofort das Rad abgenommen, mich in den Schatten gesetzt, mir was kühles zu trinken besorgt und letztendlich auch den „Rücktransport“ angeschoben ohne das ich zunächst überhaupt was sagen konnte. Das war wirklich beeindruckend und wirklich wirklich rührend!
Klar war die Enttäuschung riesengroß und ist sie ein wenig auch noch, aber als ich die ganzen anderen Radler die an der Stelle ausgestiegen sind gesehen habe, musste ich ein wenig schmunzeln. Wie ein Rudel geprügelter Hunde saßen wir da im Gras und haben auf die Feuerwehr gewartet 😂
Davon gibt es aber zum Glück dann doch kein Bild. Dafür eines wie ich an der Wechselzone ankomme. 
Ihr müsst euch vorstellen, da erlebst du grad den enttäuschendsten Augenblick deines Ausdauersportdaseins, das Feuerwehrauto in dem du sitzt hält direkt vor deinen besorgten Freunden (die ja mitbekommen haben, dass was nicht stimmen konnte) und dein bester Freund hält mit der Kamera voll drauf 😂😂😂 das werd ich im Leben nie mehr vergessen!
Ich sags nur sicherheitshalber nochmal dazu: ich lasse mich natürlich regelmäßig ärztlich durchchecken und hab das so echt nicht kommen sehen. Sonst wäre ich natürlich nicht gestartet. Auch danach habe ich mich natürlich durchchecken lassen. Aber so richtig gefunden haben wir nichts. 
Unsere Erklärung war dann eine Mischung aus: Übermut auf der Strecke, extremer Wärme und lasst es mich mal eine Verkettung ungünstiger Umstände wir Pollenbelastung und ähnliches nennen.
Seit dem hatte ich das nie mehr, nicht mal nur im Ansatz. Auch die Mitteldistanz ein paar Wochen später war kein Problem….
In diesem Sinne: aufstehen, Helm richten und weiter radeln! Ich freu mich riesig auf den Solarer Berg, den ich Sonntag so Gott will auch wieder 2 x erleben darf 😂🙈🙊

…kurz vor 5 der Wecker klingelt und der Tag empfängt mich mit der ersten Schrecksekunde

Kurz vor 5, der Wecker klingelt. Jetzt zackig aufstehen und schnell nen Kaffee machen für Laura – Noch an der Kaffeemaschine ist der erste Gedanke, der mir in der Küche durch den Kopf geht (warum auch immer): Shit, Coca Cola hat die Becher gestern nicht geliefert, nur die Getränke.

Das war also die erste Schrecksekunde des Tages 😂 die zweite ein paar Minuten später: Handytotalausfall! Keine richtige Kommunikation möglich, mit niemanden. Kein kurzes googlen wann der Großmarkt öffnet um dort kurz anzurufen, ob sie rein zufällig 10.000 Pappbecher haben. Kein Anruf bei Coca Cola möglich, ob man vielleicht doch noch an welche rankommt…… Kein Telefonat mit der Polizei, ob die Strecke freigegeben ist….. Nix 😱
So ging mein Tag los, der Tag des Mainauenlaufes, was für ein Start! 😳

Der Rest des Tages war nicht viel umhektischer… es ist wirklich wirklich viel nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Aber von all dem haben die Teilnehmer glücklicherweise nichts mitbekommen und so soll es ja sein.

Für die allermeisten war es ein unfassbar toller Tag auf der Landesgartenschau – ich habe in unfassbar viele glückliche Gesichter sehen dürfen – das Feedback von allen Seiten ist überwältigend! Egal ob Läufer, Helfer oder Medien und das ist so schön! Denn das ist das vorrangige Ziel für mich gewesen!

Es war ein bisschen so wie auf einer guten Party, die man veranstaltet. Du bist überall und nirgends, du hast für alle ein bisschen Zeit aber für niemanden so richtig. Und auch wenn ich vom Lauf an sich so gut wie gar nichts mitbekommen habe, beschreibt das Bild oben am besten, auf was es mir beim Lauf angekommen ist: in der größten Hektik, während des größten Stresses, sich trotzdem die Zeit für die Läuferinnen und Läufer zu nehmen. Schön, dass Kristina – unsere Stadtmeisterin über die 5km – grad in dem Moment ins Ziel kam, als ich kurz an der Strecke stehen konnte und schön, dass es davon ein Foto gibt – Danke an Eric by the way!

Kurz davor mussten wir feststellen, dass überraschend die Zeitnahme ausgefallen ist und wir mussten wirklich schnell unseren Plan B umsetzen. In der Hand hab ich noch den Stift, um die Nummern händisch zu erfassen. Die nächste Schrecksekunde 😀

Im Nachhinein hat es dann zumindest mit ner Bruttozeit-Messung geklappt. Weil wir alle schnell und gut reagiert haben. Und die allermeisten scheint die Zeit an dem Wochenende ohnehin nicht sonderlich interessiert zu haben.

Alle, das ist ein guter Hinweis. Das Team, das Achim und ich um uns rum aufgebaut haben, ist an dem Tag über sich hinaus gewachsen!

Ich danke allen, wirklich allen aus tiefstem Herzen. Ohne die Armada an Helfern und Freunden, wäre die Nummer nie nie nie zu dem geworden, was es war: für mich die annähernd perfekte Laufveranstaltung.

Ein bisschen unwirklich ist es immer noch… ich mein wir sind ein Verein von knapp über 20 Mitgliedern und haben einfach mal so den mit Abstand zweitgrößten Lauf der Region aus dem Boden gestampft. Wieso er so ein Erfolg geworden ist, können wir gar nicht so richtig greifen bisher. Kam die Idee, einen Lauf an die Landesgartenschau zu knüpfen wirklich so gut an? Oder war es vielmehr das ganze außenrum? Die Massagen, die Shirts, die Medaillen, der Fotoautomat, die Band gegen den Strich, die ein Konzert gegeben hat, unsere Partnerschaft mit unserer unfassbar sympathischen Leni (auf die Läufer, die mit ihr laufen konnten, bin ich immer noch ganz neidisch), unser Top-Moderator an der Strecke… usw. usw….. wir wissen es nicht genau, wir können nur mutmaßen. Aber eigentlich ist´s ja auch egal. Hauptsache die Leute hatten Spaß auf der Strecke. Runhappy quasi. Das ist bekannterweise das, was ich gerne bewirken würde….

Was bleibt noch hängen von dem Tag?

Es gibt natürlich Situationen, an die ich noch lange zurückdenken werde.

Wie ich mir z. B. mit Achim trotz aller Hektik und trotz aller anfänglichen Enttäuschung über die ausgefallene Zeitmessung 10 Minuten Zeit genommen habe, um in Ruhe durchzugehen, was wir machen und vor allem wie wir es Kommunizieren und wann. Da sitzen wir kurz nach Zielschluss in dem lausigen Geräteschuppen und schwanken zwischen Stolz und Tränen wie so zwei Häufchen Elend….. Das muss ein Bild für Götter gewesen sein, da hätte ich gern auch ein Bild von 😂

A propos Achim – da muss ich jetzt auch mal Tacheles reden: Wir kennen uns eigentlich seit Kindertagen und haben uns dann ne Ewigkeit aus den Augen verloren, bis wir 2011 durchs Laufen wieder zusammen gefunden haben.

Vor über 2 Jahren hatten wir die Idee, das komplette letzte Jahr haben wir gearbeitet wie die blöden. Keine Stunde ist vergangen, wo wir nicht am Mainauenlauf gebastelt haben. Unzählige Treffen, Telefonate und tausende Whatsappnachrichten haben den Mainauenlauf zu dem gemacht was er geworden ist. Mit keinem anderen hätt ich mir vorstellen können, so ein Teil zu stemmen – Danke Achim!

Unsere „After-Race-Party“ war auch echt supernett, obwohl wir nach dem Mördertag alle dann doch recht schnell durch waren…..der Moment, wo wir auf die Bühne mussten, um zu „beichten“ aber dennoch ein paar sympathische Lacher ernten konnten…… ich könnte quasi stundenlang weitermachen…..

Der Lauf war aus meiner Sicht wirklich so gut wie perfekt… bis auf den Wermutstropfen der Zeitmessung. Ein Ereignis, dass wir vermutlich einfach wirklich wiederholen müssen 🙈🙊 …denn danach werden die Rufe tatsächlich immer lauter. Mal sehen, was uns nächstes Jahr einfällt, die ein oder andere Idee schwirrt schon in unseren Köpfen 😉

Mein Fazit: Auch wenn ich sicher noch grauer und noch weniger geworden bin auf dem Kopf, auch wenn ich mehrmals ganz nah am verzweifeln war: ich würde es immer wieder tun! Mit dem Team um mich rum, mit der Familie im Rücken und der Freundin an meiner Seite sowieso!

Euer FeelGood Flo

P.S. Wenn Ihr Lust habt, kuckt doch mal auf der Internet- oder Facebookseite vorbei. Tausende von Bildern haben die großartige Stimmung eingefangen.

www.mainauenlauf.de
www.facebook.de/Mainauenlauf 

Der Mainauenlauf 2016 – Zwischen Euphorie und Panik

Es ist soweit, ich muss euch endlich was über das Mammutprojekt erzählen!
Es sind noch 3 Wochen und ich schwanke derzeit regelmäßig zwischen Euphorie 😃 und Panik😱.

Vielleicht denken manche, ich hätte doch vermutlich besseres zu tun, als mir ne Stunde Zeit zu nehmen, um was über den Lauf zu schreiben….aber ich nutz das gleichzeitig, um mich bisschen zu sammeln. Schreiben beruhigt ja eh total, finde ich.

Als Achim (mein allerbester Sportbuddy) und ich am 13.10.2014 das erste Mal braingestormt haben, war nicht zu erahnen, was für ein fettes Teil das wird.

Wir wussten da eigentlich noch gar nichts… nur, dass wir schon immer mal einen Lauf organisieren wollten und die Landesgartenschau 2016 der perfekte Rahmen dazu sein wird.

Wir haben damals geschätzt … 80 bis 500 Läufer 😀

Unfassbar eigentlich, das wir derzeit bei fast 900 stehen und die 1.000 wohl spielend knacken werden….

Wir wussten weder wie die Stadt oder die Landesgartenschau auf unseren Vorschlag reagiert, wer sich das wirtschaftliche Risiko mit uns teilen mag, noch ob wir ausreichend Sponsoren zusammen trommeln werden und wir wollten alles was uns bei einem Lauf jemals positiv in Erinnerung geblieben ist in den Mainauenlauf packen.

Das erklärt vielleicht ein bisschen die Dimension, die das ganze erreicht hat und das Herzblut mit dem wir dabei sind.

Ich hab mir ganz zu Beginn ein Moleskine gekauft, um dort alle Besprechungen und Gespräche zu sammeln. Das ist übrigens auch auf dem Bild. Eine Art Organisationstagebuch.

Die erste Seite vom angesprochenem 13.10. liegt quasi vor mir und ich muss ein bisschen schmunzeln, was da drauf steht! Ich mein ok, wir haben sowas noch nie gemacht – nen Lauf organisiert. Wir haben gefühlt an 100en teilgenommen – das schon – aber das Leben auf der anderen Seite ist nochmal was ganz anderes.

Seit gut 1 1/2 Jahren basteln wir also an unserem „perfekten Lauf“.

Vieles haben wir uns von anderen Läufen mitgenommen viele Ideen aber auch neu entwickelt.

Voll schwer, da ein paar Sachen herauszupicken…. 

Auf das wir Stolz sein können ist der Auftritt nach außen, der sicher in den Laufshirts, die jeder Teilnehmer erhält, und den Medaillen, die wir eigens für den Lauf produzieren lassen, seinen Höhepunkt findet – das gab´s in dem Stil in der Region tatsächlich noch nicht. 

Worauf wir auch ein bisschen stolz sein können ist das drumherum, das sich während des letzten Jahres entwickelt hat.

Ein Highlight für mich ist die Zusammenarbeit mit Ingalena Heuck – vor nem guten 3/4 Jahr haben wir sie einfach mal kontaktiert. 

Mit dem Ziel einen Ansprechpartner dazuzugewinnen, der das Know How hat, Firmen fundiert anzusprechen, um deren Teams in den Mainauenlauf zu integrieren, haben wir uns im Januar getroffen. Das war ohnehin eines der Treffen, die mir sicher noch länger in Erinnerung bleiben werden. 

Ich mein, Achim und ich, wir waren Greenhorns im organisieren von Läufen und gegenüber sitzt ein Vollprofi was Sportmarketing und -vermarktung angeht… Leni hat sich viel Zeit genommen und war zum Glück sofort Feuer und Flamme. Daraus entstanden ist ein echt schönes Konzept, das wir in Verbindung mit unserem Partner der AOK umgesetzt haben: Neben einem KickOff-Vortrag, zu dem wir die Gesundheitsbeauftragten Bayreuther Unternehmen eingeladen haben, sind daraus 6 Newsletter entstanden in denen wir die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den 12 Wochen vor dem Lauf mit allerlei nützlichen und wertvollen Tipps rund ums Laufen versorgt haben.

Dazu kommen Aktionen wie z.B. ein Fotoautomat, der im Zielbereich stehen wird und mit Hilfe dessen sich unsere Läufer und Gruppen „verewigen“ können. Dank der Landesgartenschau bekommen unsere Läuferinnen und Läufer am Abend das Konzert von Michael Fitz gratis als Zugabe und dank unserer Schirmherrin Gudrun Brendel-Fischer haben wir auf dem Gelände der Landesgartenschau einen wunderschönen Pavillon bzw. ein kleines Areal, in dem wir – bis in den Sonnenuntergang hinein – den Tag mit unseren Teilnehmern ausklingen lassen können – so Gott will und er uns einen schönen Sommerabend gönnt.

Mit der hiesigen Tageszeitung, dem Nordbayerischen Kurier, suchen wir am Lauftag den „Fan des Tages“. Alle Bayreuther werden hier über die Kanäle des Kuriers aufgerufen, die Mainauenläuferinnen und -läufer besonders ausgefallen und lautstark anfeuern. Zu gewinnen gibt es für die Fans ein Kurier-Online Abo, Tageskarten für die Landesgartenschau und einen Gutschein für Bayreuths angesagtestem Restaurant – dem Liebesbier.

Das ist ein Versuch, den wir einfach mal starten möchten, um besonders viele Menschen an die Strecke zu bringen – mal sehen, ob das klappt. Großartige Stimmung ist das, was einen Lauf auch für uns immer besonders macht.

Wir möchten, dass der Tag einmalig wird, für möglichst viele Menschen. Daher haben wir auch die Band des Heilpädagogischen Zentrums eingeladen, auf der Bühne, die wir zur Verfügung haben, ein kleines Konzert zu spielen.

Die 10 Jungs und Mädels von „Gegen den Strich“ freuen sich schon riesig auf den Auftritt, mit dem wir den Läuferinnen und Läufern die Wartezeit zwischen Zielschluss und Siegerehrung versüßen wollen.

Ich könnt noch stundenlang weiter schreiben, aber das beste ist eh, ihr schaut euch das ganze live an 😉

11. Juni auf dem Landesgartenschau-Gelände Bayreuth!

Bis dahin #immerschönlockerbleiben

Euer Feel Good Flo

P.S. Danken müsst ich an der Stelle 1.000 von Leuten, das heb ich mir aber für den offiziellen Teil der Veranstaltung auf 😉

Regensburg Marathon – oder: die Spannung des kleinen Mannes

Das war er also mein siebter Marathon. Regensburg! Ich will euch heute was über, wie ich’s nenne, die Spannung des kleinen Mannes – oder lasst’s uns die Spannung des kleinen Läufers nennen, erzählen.

Für uns als Normalo-Läufer geht es ja nicht darum zu gewinnen, maximal können wir durch ein bisschen Glück nen guten Altersklassenplatz abgreifen.

Ich finde für uns besteht die Spannung beim Marathonlaufen eher darin, ob und wann der Mann mit dem Hammer kommt und ob es einem gelingt, den Marathon tatsächlich so zu laufen, wie man es sich gedanklich zurecht gelegt hat.

Auf der Strecke kann so viel passieren, dass man einfach nicht davon ausgehen kann, dass alles immer so klappt, wie man sich es ausgemalt hat. Das weiß ich mittlerweile „aus erster Hand“ 🙊🙈

Den schmalen Grad zu finden zwischen auf der Strecke „sterben“, Spaß am Laufen zu haben und seine gesteckten Ziele trotzdem zu erreichen… dass ist das Kunststück, das ist für mich die Spannung des kleinen Läufers!

Natürlich hab ich mir auch vor Regensburg Gedanken gemacht, wie ich´s am Besten angehe.

Ne Freundin wollten wir auf der ersten Runde auf knapp unter 2h ziehen, meinen Grosscousin auf knapp unter 4h. Da ich total auf negative Splits, bzw einen ordentlichen Schlussspurt stehe, sollte die erste von beiden Runden also einen Ticken langsamer ein, als die zweite.

Ersteres hat leider nicht zu 100% geklappt. In echt sind wir eigentlich bis KM 31 relativ konstant durchgelaufen.

Nachdem unsere zunächst 4köpfige Gruppe bei Kilometer 31 dann nur noch aus mir bestand, war es umso spannender, wie der Rest des Marathons läuft. Da gab´s dann kein Abwägen mehr, wie sehr man noch anziehen kann, um trotzdem komplett zu bleiben.

Da ich tatsächlich das ein oder andere mal schon tüchtig eingegangen bin auf der Strecke, bin ich immer bisschen defensiver unterwegs – will ja auch noch Spaß haben am laufen. Aber natürlich will man auch sein persönliches Ziel erreichen….

Ich hab´s ganz zu Beginn im Blog ja schon geschrieben, ich bin mehr so der Genussläufer. Megazeiten dürft ihr bei mir einfach nicht erwarten. Ich muss auch nicht ständig meine persönliche Bestzeit angreifen. Mir gehts um den Spaß an der Bewegung – auch beim Marathon.

Anyway, die 4 Stunden sollten am liebsten trotzdem fallen, aber nicht um jeden Preis… Ich hab mich daher bis ca. 35 KM zurück gehalten und bin schön konstant durchgelaufen. Die magische Zahl des Wochenendes war ohnehin die 05:41. Die Pace durchgelaufen wären es genau 4 Stunden geworden.

Das hat, wie schon erwähnt, bis KM 35 alles wunderbar geklappt. Auf der Strecke, ist mir aber relativ schnell aufgefallen, dass ich wie immer mehr gelaufen bin – eben natürlich nicht die Ideallinie… 500m hatte ich bei jedem der Schilder mehr „auf dem Tacho“. Hat für mich bedeutet: 05:41 reichen nicht für ne Zeit unter 4. Die zweieinhalb Minuten würden am Ende fehlen.

Ich weiß ja nicht wie es euch so geht beim Laufen. Aber mit 35 Kilometern in den Beinen kann ich nicht mehr allzu gut kopfrechnen. Nur kurz überschlagen hieß es also entweder gechillt über 4 ins Ziel oder laufen lassen, so schnell es irgendwie geht, dann könnte es gerade so klappen.

Die Spannung des kleinen Läufers eben: Nen Ticken zu früh angezogen und man geht ein, ein Ticken zu spät und es reicht nicht.

Ich, also gefühlt los wie die Feuerwehr. 🏃🏻💨

Man achtet die letzten Kilometer dann ja auf jedes kleinste Zeichen des Körpers und stellt sich selbst eine Million Fragen, das ist total verrückt!

Hier zieht es, da zieht es, scheiße ich bekomm Hunger, soll ich nochmal was trinken, reicht es auch so, mist, meine Beine machen zu, ist das Kopfweh da oben, man ist das warm, vielleicht doch noch nen Becher, sollte ich nochma nen schluck Cola, Banane ist kacke, hab ich von Leni gelernt, hab aber trotzdem Hunger, ist das ein leichter schmerz an der Fusssohle, was macht denn der Meniskus, der mich das letzte halbe Jahr ein bisschen geärgert hat, isses noch weit, was macht denn eigentlich mein Puls ach schau an, der geht, wird aber jetzt doch ganz schön hoch, reicht es wohl, nur noch 2 Kilometer, für die ich ungefähr noch 9 Minuten hab, ach schau da kommen die 10er Läufer rein in die Strecke und die sehen teilweise noch übler aus als ich, wollten nicht meine Eltern hier irgendwo stehen, ach schau da sind sie, wie wird’s denn Alex ergangen sein, meinst den hol ich mir noch, und Bettina, hat sie´s wohl unter 2 geschafft, eigentlich witzig, Laura ist jetzt grad auf dem Katamaran unterwegs usw, uns…..

Kilometer 41 und 42 waren so also ganz schön lange, aber eigentlich hat´s immens Spaß gemacht, noch so viele andere einzusammeln. Am Ende hat´s nur leider trotzdem nicht gereicht 😀 10 Sekunden haben gefehlt. Blick auf die Uhr auf dem Foto 😂

Was lernen wir daraus: Lieber mal noch nen Puffer einrechnen, beim Nächsten 😏

Wer sich fragt: Warum eigentlich Regensburg?

Ich wollte die Gelegenheit nutzen, mit meinen Großcousins, die ich gefühlt noch nie richtig gesehen hab, zu laufen. Schande eigentlich! Umso schöner aber, dass wir uns in der kurzen Zeit gut kennen gelernt haben. Ziel ist es, bis zum nächsten Mal jetzt nicht mehr so lange zu warten. Das Grillen danach wird noch lang in meiner Erinnerung bleiben. Es war schon lange kein Steak mehr so verdient wie das 😍

Jetzt beginnt die heiße Vorbereitungsphase beim Mainauenlauf – das bedeutet es wird jetzt erstmal bisschen ruhiger um mich, aber ich plane den nächsten Blogbeitrag ohnehin über den Lauf und wie das alles kam. Seid gespannt 😉

Bis dahin: immer schön locker bleiben

Euer Feel Good Flo

Hardcoretapering für Regensburg mit Kermit oder Jabba the Hutt

Tja, da treib ich mich hier mit Kermit oder Jabba the Hutt am Strand auf Fuerteventura rum und bereite mich zumindest seelisch auf meinen nächsten Marathon vor während fast alle meiner Sportbuddies und Sportbuddinnen (was ist eigentlich die feminine Form von Buddy? Buddine?) grad in der Heimat den Lauf der Läufe gelaufen sind, den FunRun! Heimspielatmosphäre! Dieses Jahr passe ich also mal – nur gut, dass 2016 noch ein wunderschöner Lauf in Bayreuth statt findet – nämlich unserer 😂 So gesehen, ist Strand mindestens genau so gut 😍
So nutze ich also die Zeit hier, um zu chillen, mich ein bisschen auf nächstes Wochenende einzustimmen (vor lauter Mainauenlauf-Orga bin ich gedanklich noch gar nicht in Regensburg – war zeitlich die letzten Wochen bisschen knapp aufgestellt), mal wieder was für den Blog zu schreiben und das Trainingslager von vorletzter Woche Revue passieren zu lassen.Obwohl diese Woche eher ruhig wird sportlich, werd ich mich nicht zu 100% zurückhalten können. Laufsachen sind natürlich dabei. Zwei kleine 8km in „Wettkampfgeschwindigkeit“ sind auf jeden Fall drin (nur so fürs Gefühl) und ein Ausritt mit dem Rennrad (gibt vom Magiclife Club angeblich geführte Touren) wär auch schön. Ansonsten beschränkt sich die Vorbereitung auf viel chillen, vernünftig essen und trinken und sich gedanklich auf die 42km einzustellen.

Die 7 Tage Radeln auf Mallorca vor ner Woche waren wieder mal sehr geil – Fettes Danke an Achim fürs Organisieren!

Super Freunde, super Wetter, super Essen, viel bewegt und alle wieder heil in der Heimat angekommen. Und wir haben endlich unsere Tour nach Sa Calobra abhaken können, was uns gleich dazu veranlasst hat „Finishershirts“ zu machen 😂 Bild folgt die Tage mal auf Instagram….

Ich bin auch nicht nur im Windschatten gefahren, sondern außerordentlich viel vorn im Wind für meine Verhältnisse 😉

Das stimmt mich durchaus positiv was Regensburg angeht und ist auch mal ein gutes Gefühl, nicht der langsamste zu sein und nur hinten dran zu hängen.

A Propos: ich weiß nicht, ob ihr das auch kennt: Ist man nicht der in der Gruppe, dem es vermeintlich am dreckigsten geht, fühlt man sich automatisch besser. Verrückt!

Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich kenn’s vom Laufen auch. Egal ob Marathon oder Trainingslauf: Wenn es mir nicht gut geht, geht es trotzdem schlagartig besser, wenn es anderen noch schlechter geht – voll arschlochmässig eigentlich – ey ich bin so aber eigentlich echt nicht! 

Ich führ das aber eher drauf zurück, das man sich beim Wettkampf einfach vermeintlich stärker fühlt und sieht, dass es einem noch viel schlechter gehen könnte. 

Beim Trainingslauf kümmert man sich dann ja selbstredend um den anderen, das lenkt vom eigenen „Leid“ ab. 

Beobachtet euch mal dabei, ob es euch auch so geht…

Soweit meine Theorie…. ich hoffe nicht, dass ich allzu vielen vermeintlich stärkeren in Regensburg das Gefühl geben kann, sich besser zu fühlen, wenn ihr wisst was ich meine 😉

Sooooo ich glaub ich muss mal ins Wasser – wir lesen uns!

Euer Feel Good Flo

#fuerte #magiclife #einbisschenmeergehtimmer #regensburgiscalling